Schreibgespräche - Zu Gast bei Bremer Autor*innen

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00:00:03: Schreibgespräche zu Gast

00:00:05: bei Bremer AutorInnen.

00:00:07: Ein Podcast vom Literaturhaus Bremen mit Kathrin Kremer

00:00:12: Und dafür bin ich heute nach Lilienthal gefahren.

00:00:15: Für in Bremen und um Zulebene klingt Liliental ja nicht ungewöhnlich, aber wenn wir uns vielleicht mal in Auswärtige hineinversetzen, dann könnte damit auch so ein verwunschener Ort assoziiert werden – vielleicht der Schauplatz eines historischen Romanens?

00:00:30: Wenn Sie dann noch hören, dass ich in Lilienttal bei Johanna von Wilde bin, dann haben wir gleich den Namen der Romanhelden dazu... Und eine nicht unbedeutende Nebenfigur in diesem Zusammenhang ist aber auch Biggie Rist.

00:00:45: Bei wem bin ich eigentlich?

00:00:46: bei Biggie-Rist oder bei Johanna von Wild?

00:00:49: Sie dürfen sich das aussuchen, aber ein dem Fall, würde ich sagen, sind sie bei Johana von Wild.

00:00:54: Weil Johna von Wild ja ihr Pseudonym ist und als ich mich mit ihnen beschäftigt habe, da dachte Auch ein ganz schön romanhaftes Leben eigentlich, was die Frau geführt hat.

00:01:05: Würde ich Romanisch schreiben, mir viele zu Ihnen einiges ein.

00:01:08: Bevor wir Sie besser kennenlernen würde ich eben mit Ihnen gerne über dieses fantastische Pseudonym reden.

00:01:14: Johanna von Wilde Wie lange mussten sie eigentlich überlegen bis Sie auf diesen Namen gekommen sind?

00:01:19: Gar nicht!

00:01:21: Weil... Mütterlicherseits da die Vorfahren, also sehr weit zurück.

00:01:26: Da gab es tatsächlich mal von Wild und das hat mir meine Mutter als kleines Mädchen erzählt Und dann habe ich mir vorgestellt natürlich wäre so eine Prinzessin Adlik und so weiter und sofort.

00:01:37: und da war der Nachname natürlich schon ein Programm und Johanna hab ich gedacht klingt sehr schön dazu

00:01:42: Ja dass hat was historisieren ist.

00:01:44: Ich hatte schon gedacht ach das ist so ein Name den denkt man sich aus weil man vielleicht sagt Das ist mein alter Ego wilde in mir.

00:01:52: Und wenn ich mich umgucke bei ihnen, wir sitzen ja im Entree in einem schönen alten Lillienthaler Bauernhaus was auch ihr Schreibplatz ist da steht ein Foto von Ihnen gerahmt das sind sie ein kleines Mädchen mit weiß blonden Haaren und Sie sehen nicht nur brav aus, da ist noch etwas anderes was spitzbübisch ist.

00:02:10: trifft es also schon so ein bisschen das

00:02:12: Wilde?

00:02:13: Das unterschreibe ich zu hundert Prozent!

00:02:17: Und das können Sie beim Schreiben vielleicht auch ausleben besser als sonst

00:02:21: Auf jeden Fall, also ich bin immer in meinen Figuren drin und die kommen auch zu mir.

00:02:29: Und das macht es auch so aus dieses Schreiben.

00:02:32: Also man hat natürlich so ein Plot oder so eine Idee im Kopf und die Figuren entwickeln sich langsam und auf einmal haben sie einen Eigenleben und dann machen die was sie wollen und ich lass sie einfach und damit fahre ich sehr gut.

00:02:45: Warum war das wichtig, überhaupt ein Pseudonym zu haben?

00:02:48: Sie haben ja vorher Kriminalromane geschrieben zusammen mit Lilian Skalecki auch.

00:02:53: War es wichtig, dass sie für eine neue Genre, die sich entdeckt haben, einen anderen Autorinnennamen finden?

00:03:01: Im Grunde war's so.

00:03:02: Ich habe die Krimis unter meinem Realnamen Piguerist geschrieben und ich dachte, das passt gar nicht zu einem historischen Titel.

00:03:09: Und deswegen musste er ein Psyndonym her.

00:03:12: Wir sitzen hier an einem größeren Tisch.

00:03:15: Ich habe eben gesagt, Entree ist vielleicht ein bisschen albern.

00:03:18: Es ist ja die alte Diele wahrscheinlich des Bauernhauses.

00:03:21: Hier leben sie schon seit einigen Jahren und der könnte ich mir vorstellen auch als Ess-Tischdien.

00:03:27: Vielleicht noch ausgezogen werden kann wenn Gäste da sind.

00:03:30: Warum ist das ihr Schreibplatz?

00:03:33: Weil es hier schön hell ist und ich kriege über mit was hier los ist.

00:03:38: diese riesige Verglasung auf unsere kleine Straße.

00:03:43: Und kann sofort reagieren, wenn hier jemand kommt und es passiert das Öfteren, dass ihr die Post nicht so weiss... Ja ich finde's einfach schön!

00:03:50: Das hat so ein schönes Ambiente hier.

00:03:52: Deshalb bin ich hier am liebsten.

00:03:54: Und reißt sie das nicht raus?

00:03:56: Also wenn der Postbote dann da ist und Sie beschäftigen sich gerade mit einer Figur, die im fünften Jahrhundert Flüchten muss vor ihren Heschern oder versucht aus einer schrecklichen Ehe rauszukommen, dass auf einmal so ein Amazon-Fahrer da vor der Tür steht?

00:04:13: Nee.

00:04:14: Da hab ich überhaupt kein Problem.

00:04:15: Ich kann jederzeit rein tauchen in diese Vergangenheit wieder.

00:04:19: Das stört mich gar nicht!

00:04:20: Also das können Sie dann ganz gut trennen.

00:04:22: Wir beginnen doch noch mal eben bei den Krimis, die sie geschrieben haben so mit Bremischen Lokalkolorit zusammen mit Lilian Skalecki.

00:04:29: Das heißt da haben sie als Autorinnen du funktioniert und geschrieben... ...das ist ja was ganz anderes als wenn man selber seine Figuren lenkt.

00:04:39: Sie machen das ja nicht mehr weil es einfach Oder weil das zu anstrengend war, sich immer auszutauschen.

00:04:45: Sich vielleicht auch immer zu verständigen zu müssen über wo die Figur jetzt hin will und was sie gerade vorhat?

00:04:52: Nein der Grund war dass wir einfach gesagt haben wir wollen es mal jeder für sich selber versuchen Und Lilly ist ja dem Kriminal-Roman treu geblieben und ich wollte endlich mal historisch schreiben, weil ich das auch selber sehr gerne lese.

00:05:07: Und so kam das.

00:05:09: Wir hatten sehr viel Spaß, muss ich gestehen.

00:05:11: Wir haben uns manchmal totgelacht was unsere Figuren so machen und hatten aber die Bücher sehr gut getrennt wer welchen Part hatte und haben das immer ausgetauscht und jeder durfte natürlich und es muss man zulassen können sonst funktioniert das nicht in einem Duo dass die andere bei einem auch korrigiert oder sagt ja es kann wir so nicht machen und umgekehrt.

00:05:33: Jetzt müssen sie sich mit sich alleine totlachen beim Schreiben.

00:05:35: Funktioniert das auch gut?

00:05:37: Na ja, ich sag mal so bei den historischen Romanen gibt's nicht so furchtbar viel zu lachen, weil es war eine ganz andere Zeit.

00:05:44: Manchmal wäre es schön und könnte tatsächlich so ne Zeitmaschine haben nur mal ganz kurz für einen halben Tag da in sechzehnte Jahrhundert Aber dann auch bitte wieder hierher, also es war die Welt eine andere.

00:05:58: Die war total anders und beschreiben sie wirklich sehr eindrucksvoller und sehr lebendig.

00:06:02: aber ich dachte ein bisschen was zu lachen gibt's auch manchmal.

00:06:04: mir ging das so als ich in aktuellen Roman gelesen habe Das Schicksal der Herzzugin spielt ja nun der Friedrich von Mömblke hat eine große Rolle und das ist ein Name der schon ziemlich lustig ist, obwohl er ja wirklich so hieß.

00:06:16: Ja also die haben das damals natürlich verballern des Montpelliers.

00:06:20: Das waren die heutzutage die Schwaben natürlich und es ist geblieben.

00:06:25: Es ist nach wie vor in den alten historischen Schriften zu finden Mämpelgaard und hört sich lustig an – das stimmt wohl!

00:06:35: Aber sie ist wirklich eine Verbalhörnung.

00:06:37: Vielleicht klingt es in norddeutschen Ohren auch lustiger als in süddeutschern Ohren.

00:06:40: Sie sind wahrscheinlich vielleicht mit der Geschichte ein bisschen mehr aufgewachsen, das war ja dann der spätere Herz so glaube ich von Württemberg.

00:06:48: Die Geschichte die sie sich da ausgedacht haben, die spielt in Heidelberg im Jahr fourteenhundert zwanzig.

00:06:54: Die ist fektiv aber ja auch historisch verbrieft.

00:06:58: Das heißt da haben sie sowas gefunden was sie fasziniert?

00:07:03: Warum?

00:07:04: Natürlich konzentriere ich mich sehr auf Südwesten, weil ich daher stammhe.

00:07:10: Wir haben im Vergleich zu Norddeutschland deutlich mehr an Burgen und Schlössern und dergleichen.

00:07:17: Deswegen sind manne Romane im Süden angesiedelt.

00:07:21: Das ist etwas, was sie fasziniert.

00:07:23: und diese Verbindung zwischen fiktiven Geschichten und doch historischen Grundlagen ... Da kann ich gut andocken!

00:07:33: Ja, auf jeden Fall.

00:07:34: Also ich halte mich natürlich sehr, sehr strikt soweit möglich an die Historie und erfinde so ein paar Protagonisten dazu.

00:07:43: Und ich erkläre stets im Nachwort was ist wirklich Dichtung?

00:07:47: Was ist Wahrheit?

00:07:48: Ich habe eine Zeitleiste oft dabei.

00:07:51: Was ist dann geschehen?

00:07:52: Mein Anliegen ist es dass sich den Leserinnen und Lesern wirklich Geschichte erledbar mache nicht so trocken, wie man es aus dem Schulunterricht kennt.

00:08:03: Dass man da richtig eintauchen kann und trotzdem was lernt uns für sich

00:08:07: mitnimmt.".

00:08:09: Das klingt nach einem ganz pädagogisch oder didaktischen Konzept aber sie lieben es ja auch Geschichten zu erfinden und zu erzählen und sich etwas auszudenken?

00:08:17: Ja das stimmt schon.

00:08:18: also das ging mir schon als Kind so.

00:08:19: ich war mein Gott ich glaube zweite dritte Klasse sieben Jahre alt und da begann ich eigene Geschichten.

00:08:28: Und ja, der eine wurde sogar veröffentlicht in so einer ganz kleinen Eltern-Zeitschrift damals.

00:08:35: Ich wollte immer schreiben das hat mich nie losgelassen.

00:08:37: aber dann kommt die Schule dazwischen Beruf und alles Mögliche und erst eigentlich durch den Umzug hierher nach Niedersachsen konnte ich es tatsächlich aufgreifen.

00:08:51: Lass uns mal bei den Geschichten bleiben.

00:08:54: junge adelige Frauen oder manchmal auch Männer kommen ja auch vor bei ihnen im Korsett so gesellschaftlicher Zwänge, die raus wollen.

00:09:02: Die irgendwie den Aufbruch und den Ausbruch suchen.

00:09:05: Das ist schon für sie ein ganz guter Romanstoff?

00:09:09: Auf jeden Fall!

00:09:10: Weil es gab tatsächlich viel mehr Frauen, die ihr Leben in die eigene Hand genommen haben.

00:09:16: Und zwar nicht nur in den Adelskreisen.

00:09:20: Die hatten natürlich mehr Möglichkeiten aber... auch im Bürger- oder Handwerker-Tum.

00:09:26: Wie viele Witwen gab es von den Handwerkern?

00:09:29: Die haben natürlich den Laden weitergeführt und es gab Zünfte, wo Frauen zugelassen waren.

00:09:36: Da ist die Forschung dran, dass man das viel mehr aufgreift wie viele starke Frauen es tatsächlich gegeben hat vor ein paar hundert Jahren.

00:09:44: Das bietet so viel Raum, dass sich selber immer aus diesen Zwängen ... und die Möglichkeit haben wir als Frau heutzutage, so ist es ja nicht.

00:09:57: Und das versuche ich ein bisschen zu transportieren in diese Zeit?

00:10:01: Nicht dass man's hört, Frau Rist, aber sie kommt natürlich aus Baden-Württemberg

00:10:05: auch.

00:10:07: Das haben Sie gemeinsam mit der Sibylla von Württembergen erst von Anhalt natürlich.

00:10:12: Sie hat ihren Dessau gelebt und wurde dann eben mit dem Fiddi Mömbelberg zusammen ... Zwangs verheiratet, würden Sie das sagen?

00:10:19: Würden Sie so weit gehen zu sagen, die wurden zwangtsfeieratet oder würde man vielleicht damals auch noch nicht so genannt haben.

00:10:27: Das war schon eine arrangierte Ehe,

00:10:28: oder?

00:10:29: Nein, das Ding ist tatsächlich eine der Ausnahmen Sibylla und Friedrich.

00:10:34: Die haben sich tatsächlich verliebt.

00:10:36: Und es war auch zu Anfang eine sehr, sehr glückliche Ehe.

00:10:40: Aber natürlich war der Standard damals, man verheiralte geschickt ... und zwar um sich gegenseitig, einmal falls ein Angriff käme zu unterstützen.

00:10:51: Und man hat nicht Unterstand geheiratet.

00:10:54: also da hatten die Frauen eigentlich auch überhaupt nichts mit zu bestimmen.

00:10:58: Dass denen so gekommen ist bei Sibilla und Friedrich war für die beiden ein Glücksfall.

00:11:04: was dann danach geschah sei dahin gestellt

00:11:08: weil man ja das Buch lesen soll.

00:11:10: Soweit zu Ihrer Herkunft.

00:11:12: kommen wir später auch noch mal dazu.

00:11:13: Dann können wir zur Auskunft, die Sie ja auch brauchen um dieses ganze Roman-Setting so lebendig über ein paar Hundertzeiten beschreiben zu können.

00:11:21: Sie gehen viel auf Recherchen also sie wissen schon was Sie da schreiben, da erfinden Sie relativ wenig dazu.

00:11:28: wie gehen Sie dabei vor?

00:11:30: Also ich bestelle mir natürlich Fachbücher und Ich habe ganz viele Arbeiten gelesen.

00:11:37: Es ist viel im Internet zu finden, was öffentlich zugänglich ist.

00:11:40: Doktorarbeiten oder andere Publikationen sind oft mehrere Hundertzeiten, aber da steht vielleicht auf einer halben Seite genau das drin, was ich will.

00:11:49: Das ist ja super, kann man mit dem Computer gut suchen lassen.

00:11:52: Man kann natürlich auch in die Archive gehen ... für ein Buch, das ich im Augenblick am Schreiben bin.

00:11:58: Das hat sich so ergeben und mir gedacht es passt gerade!

00:12:01: Ich war in Leipzig auf der Buchmesse.

00:12:02: dann habe ich mir den ganzen Samstag Vormittag habe ich mich fünf Stunden dort international Bibliothek rumgetrieben und da natürlich gelesen Notizen gemacht fotografiert.

00:12:13: also ich beschäftige mich nicht nur mit diesen historischen Figuren sondern mit diesem ganzen Setting.

00:12:17: Also gab's denn diese Pflanzen eigentlich schon Sie wir heute so gut kennen und das kann man alles gut nach recherchieren, wann es wohin gekommen ist.

00:12:28: Auf Ihrer Homepage dokumentieren sie ja ihre Reisen die sie tun auch durchaus mit schönen Fotos.

00:12:33: Und wenn man auf andere Bücher nochmal guckt der Pfeiler der Gerechtigkeit da spielt er bei Karl-Lehrling Wulf eine Rolle und der geht ja auch nach Venedig.

00:12:42: Das heißt dann würden sie aber auch nach venedig reisen um sich mal ein bisschen umzugucken.

00:12:47: Ich würde gerne nach Venedig reisen, ich war tatsächlich nicht da.

00:12:50: Aber dank des Netzes kann man ja quasi eine virtuelle Reise tätigen.

00:12:56: Manchmal komme ich dann auch erst danach an diese Schauplätze, die im Buch ne Rolle spielen und find's immer ganz toll und bin überrascht.

00:13:08: Genau irgendwie passt das alles.

00:13:10: Also hatte ich jetzt bei Sibilla tatsächlich ... Da ist der Schluss dessau beschrieben Und ich kam tatsächlich erst nach Dessau, wo das Manuskript eigentlich schon längst fertig war.

00:13:22: Dann steh ich vor Schloss Dessaux und blendete diese Straße aus und hab gedacht ja genau so wie es geschrieben hat da unten ist die Mulde alles prima wunderbar klappt

00:13:33: also so rum kanns auch funktionieren.

00:13:35: ihr letztes buch war jetzt sauber der edelsteine und dass beginnt in wald kirch also auch im schwarzwald und es geht noch an werben Metropole der Edelsteine und vor allem Diamantenschleifer rein.

00:13:47: Warum lagen Sie dafür, um das schreiben zu können auf einer historischen Schleifanlage?

00:13:53: Weil ich mir das vorstellen musste wie diese Arbeit wirklich von Stacken ging.

00:13:59: Und ich habe tatsächlich ein bisschen gesucht und hab jemanden gefunden alten Schleifer ist über siebzig oder fast achtzig Der hatte noch so einen Dings und alten Kürras.

00:14:10: Da hab ich gedacht, mein Lieberschwann.

00:14:13: Was war das für eine anstrengende und fordernde Arbeit?

00:14:17: Und die sind natürlich nicht so furchtbar alt geworden.

00:14:21: Wenn man sich froh stellt, man liegt Beuchlings auf einem Kürras vor sich ein wahnsinnig schnell drehendes Schleifrad in Größe Durchmesser.

00:14:32: wenn sie frisch aus dem Steinbruch kamen waren die etwa zwei Meter wenige Handbreite davon entfernt und schleifen diese Steine.

00:14:42: Und das alles natürlich eiskaltes Wasser, weil man muss die Schleifräder ständig mit Wasser benetzen sozusagen.

00:14:50: Sonst brechen die Steine!

00:14:53: Da habe ich gedacht wow wir haben die gelebt.

00:14:56: was haben sie getan?

00:14:57: Die haben natürlich ganz gut verdient im Vergleich zu anderen Handwerkern.

00:15:01: auch diese Arbeit war fürchterlich anstrengend.

00:15:04: Jetzt kommen Sie voll mit solchen Eindrücken nach Hause.

00:15:07: Haben sie Notizen gemacht, die Sie sich hinlegen?

00:15:11: Oder ist es auf dem inneren Notizzettel alles gespeichert?

00:15:15: Es ist beides.

00:15:16: Ich hab natürlich Notizen mehr mal weniger und Fotos.

00:15:21: Aber das ist ganz viel in meinem Kopf.

00:15:24: Das Gehirn hat ja wirklich unendliche Weichen.

00:15:27: Wir nutzen gar nicht alles.

00:15:28: Nur einen Bruchteil davon sagt man immer.

00:15:31: Und es ist auch so ... Man kann sich alles wiederholen.

00:15:36: Teilweise nur die Augen verschließen und man ist da, das geht einem ja auch so, wenn man vielleicht irgendwo im Urlaub irgendwas gesehen hat und man kann sich dieses Geräusch der Wellen wiederholern oder den Duft der Eukalyptus bräume und dergleichen.

00:15:50: Das geht!

00:15:51: Wie sieht eigentlich bei Ihnen so ein Schreibtag aus?

00:15:54: Wenn ich mir vorstelle dieser Schreibraum ... Praktisch integrierte S-Raum ist Teil ihrer offenen Küche mit Theke.

00:16:02: Dann gehen sie morgens rüber, machen sich einen Kaffee, setzen sich hierhin, klappen ihren Laptop auf und los geht's.

00:16:09: oder schreiben Sie immer, wenn Sie mal zwischendurch Zeit haben?

00:16:13: Immerhin muss man sagen wird so ungefähr im Schnitt pro Jahr ein Buch fertig!

00:16:19: Ja also es ist so.

00:16:20: ich arbeite nebenher noch zwei vorm Tage die Woche da ist erstmal nichts mitschreiben.

00:16:25: Unter der Woche, wenn ich zu Hause bin, mach ich die unangenehmen Sachen wie Haus halt.

00:16:30: Erst mal weg mit dem was keinen Spaß macht und dann setz' ich mich hin.

00:16:34: Und mehr Mal weniger!

00:16:37: Ich arbeite am allermeisten in diesen dunklen Monaten also sprich von Oktober bis März... ...und da kann es sein, ich bin also wirklich zehn Stunden am Rechner.

00:16:48: das ist einfach so Natürlich wieder mit Unterbrechungen.

00:16:52: Wenn man so im Flow ist, dann ist das auch nicht anstrengend für die Augen.

00:16:58: Aber man will es auch da, weil das Ganze war sich in dem Kopf zu recht bastelt und hat Bilder, die man anschaulich beschreiben will.

00:17:10: Das muss sofort getätigt werden.

00:17:13: Also da ist eine Menge im Kopf, das muss raus und es gibt ja dann auch noch natürlich... also wenn dieses Buch fertig ist, dann muss es erstmal in Druck zum Verlag.

00:17:23: Dann geht's nochmal hin und her.

00:17:25: Das sind ja auch so Prozesse erst mal.

00:17:27: aber wenn sie für sich so ein Manuskript fertig haben wie sieht das denn aus?

00:17:32: Atmen Sie auf!

00:17:33: Und denken Sie gut dass ich jetzt diese Bilder erstmal los bin oder verfolgt die Sie auch noch ganz lange weiter weil man eben wenn man sich so intensiv mit jemandem beschäftigt hat er nicht so schnell davon los kommt.

00:17:44: Ne, tatsächlich nicht.

00:17:45: Weil schon während des Schreibprozesses in einem neuen Manuskript kommt dann so ein kleines grünes Männchen in meinem Kopf und sagt was machen wir als nächstes?

00:17:53: Und das muss ich echt ausblenden weil mich das dann echt abbringt, weil dann geschieht tatsächlich hin und wieder dass da sich denkt Das kam ja doch irgendwie zwischen die Finger Lass mal gucken ob man da nicht irgendwas Neues ausmachen kann.

00:18:07: Machen wir vielleicht eine Notiz oder auch nicht Und dann bring ich das zu Ende, was ich zu Ende bringen will.

00:18:12: Dann bin ich da erst mal los und kann mich also Wochen-Monate beschäftigen bis es aus dem Lektorad zurückkommt.

00:18:18: Das läuft alles so.

00:18:21: Bevor Sie sich hinsetzen und schreiben, Sie haben Ihre Recherche oder Notizen gemacht, gibt es auch so etwas wie ein Schreibplan?

00:18:31: Viele Ebenen in diesem Buch haben ja vorne auch Personenregister.

00:18:34: Man muss auch aufpassen manchmal, dass man die nicht durcheinanderbringt oder weiß wer gehört zu welcher Familie.

00:18:39: Wie ist das bei Ihnen?

00:18:40: Müssen Sie sich das selber auch machen hinlegen und sagen stopp da bin ich jetzt falsch abgebogen?

00:18:46: Nee, muss ich gar nicht.

00:18:48: also Ich kenne die Figuren Ja ich recherchiere darüber.

00:18:51: ich habe natürlich meine fiktiven Die sind ja quasi meine Kinder sozusagen.

00:18:56: Da muss ich Gar nicht drüber nachdenken.

00:18:58: Sie brauchen dann auch nicht so große Bürgendiener, drei, wo sie eine Übersicht machen.

00:19:03: Was passiert als Nächstes?

00:19:04: Wer mit wem?

00:19:05: Wo gehe ich hin?

00:19:07: Ein großes Schreibkonzept.

00:19:08: Vorher brauchten sie nicht.

00:19:09: Sie lassen fließen!

00:19:11: So sieht es aus.

00:19:12: Ich habe eine grobe Idee und ein paar Vorstellungen von den ersten Figuren.

00:19:17: Dann kommt die einen oder andere dazu ohne Grund.

00:19:21: Das war zum Beispiel der Pfeiler der Gerechtigkeit in Würzburg.

00:19:25: Und da hatte ich meinem Protagonisten eine kleine Schwester angedacht, damit er eben nicht alleine aufwachsen muss.

00:19:32: Irgendwann hat die gesagt, ich möchte mehr rauben und dann denke ich, mach halt!

00:19:38: Dann habe ich sie gelassen.

00:19:40: Das hat dem Buch so eine Wendung gegeben und so viel anderes noch mit reingebracht.

00:19:46: Es war genau richtig.

00:19:48: Also das scheint irgendwie mit Ihnen und dem Schreiben wirklich gut zu funktionieren.

00:19:52: Da scheint was aufzugehen!

00:19:54: Wenn wir jetzt mal auf die Sibylla gucken, ihr Leben mit dem dann doch irgendwann unerträglicher werdenden Ehemann Friedrich von Mömpelgart – ich sage diesen Namen so gerne und kann ihn nicht oft genug sagen….

00:20:05: Das Leben wird für Sie dadurch erträglicher, dass sie sich ihrer Leidenschaft in Heilkräutern widmet?

00:20:11: und dann auch Arzneimittel für einen Hospitalarzt herstellt.

00:20:15: Das ist so ein Hospital für Arme, da geht sie auf und kann ihr fundiertes Wissen anwenden.

00:20:21: Und das muss Ihnen besonders viel Freude gemacht haben, weil Sie ja aus der Branche kommen.

00:20:26: Sie sind gelernte pharmazeutisch technische Assistentin.

00:20:32: trifft da ja auch noch eine Ebene dann, wo sie sagt Mensch das ist sehr toll.

00:20:36: Da bewege ich mich ja noch mehr an meinem Medier als sowieso schon.

00:20:39: Ja ich kann es natürlich nutzen auch wenn es sehr sehr lange her ist dass sich diese Ausbildung hinter mich gebracht habe und hab mich ja dann der Medizin der human medizin zugewandt.

00:20:48: über viele Jahrzehnte aber es ist natürlich viel da und man kann auch da ganz tolle bücher kaufen habe ich auch gemacht.

00:20:56: historische Bücher Die Apotheken, wie war das damals?

00:21:01: und die ganzen Kräuter?

00:21:02: Wie war es als Paracelsus dann ankam mit der Alchemistisch.

00:21:06: Aber diese Chemiatrika ... Dann schießen sich auch die Geister.

00:21:11: Ja, dann ist man wieder da!

00:21:12: Ich kann einige Pflanzen noch so benennen, wenn ich durch die Wallachai streiche.

00:21:18: Man verliert ja nix.

00:21:19: Es ist für alles was gut, was man mal gelernt hat.

00:21:24: Sie haben mir auch schon angedeutet, dass sie noch zwei ... Tage die Woche arbeiten und das habe ich ihrer Homepage, glaube auch ein Norm.

00:21:31: Noch immer ist sie der Medizin sehr verbunden und neben dem Schreiben in der Dermatologie unterwegs.

00:21:35: Was heißt denn

00:21:36: das?

00:21:37: Das heißt dass sich in einer Dermalogie oder in einer großen dermatologischen Praxis tätig bin und macht alles was anfällt, alles was zum schreiben ist.

00:21:47: Ist so mein Ressort.

00:21:48: Das heißt ich hab mit den Patienten nur indirekt zu tun.

00:21:51: ja des schönes Die Haut ist ja unser größtes Organ alle möglichen Spielarten an Krankheiten und deshalb tauchen die ein oder andere dann auch natürlich in meinen Roman auf.

00:22:02: Und man kann sie ja damals mit Pflanzen behandeln, also ich habe immer in jedem Roman gibt es irgendwas an Krankheit, bisschen versteckt und da können die Leute drauf selber kommen was ist denn um welche Krankheit das geht?

00:22:16: Ich wurde da auch schon mehr verhand gesprochen.

00:22:18: Du bist es des und dessen sei ich!

00:22:20: Nee is'n nicht, ich sag dir was es ist... Das ist ein Manuskript, das kommt im Frühling raus.

00:22:27: Das heißt das Kolige-Fieber.

00:22:29: Ein koliges Fieber war ein anderer Name für was wir heute kennen als Milzbrand und das ist tatsächlich im Nachwort erklärt.

00:22:38: Sie haben glaube ich in Stuttgart auch mal im Labor gearbeitet.

00:22:42: Haben Schreiben und Laborarbeit eigentlich irgendwas gemeinsam?

00:22:45: Ja natürlich man muss ja viel dokumentieren sehr lange in den Labor selber tätig.

00:22:52: Ich habe alle möglichen Sachen gemacht, also von der Molekularbiologie über die Immunfloris-Sensor, alles quer bett und hab aber dann die letzten acht Jahre diese ganzen Befunde interpretiert und zusammengestellt und war da quasi schon im Schreibprozess.

00:23:07: Weil ich wollte eigentlich tatsächlich vom Ben schümmern zu sagt dem Labor weg weil das meinem Intellekt mehr entspricht darüber nachzudenken wie ... Kann das sein, kann dieser Wert sein?

00:23:18: Muss man den wiederholen.

00:23:19: Dass es Sinn ergibt.

00:23:20: Weil natürlich passieren Fehler wie überall anders auch und das war eigentlich so genau mein Ding.

00:23:25: Freiberufliche Schriftstellerin zu werden, kam das je ernsthaft in Frage?

00:23:30: oder war es immer so ein versteckter Traum?

00:23:33: Naja, es ist also natürlich irgendwie ein Traum.

00:23:37: Man denkt ja gar nicht dass man irgendwo tatsächlich mal ein Buch veröffentlicht.

00:23:41: Das ging uns ja damals so, Lilly und mir.

00:23:44: Wir haben diesen ersten Krimi geschrieben ... Und dann haben wir gesagt, super!

00:23:49: Das gucken wir jetzt, dass wir das irgendwo unterbringen und haben dann also zwei, drei Verlage angeschrieben.

00:23:55: Und tatsächlich kam die Rückmeldung eines Verlags sehr schnell mit dem haben wir gar nicht gerechnet bekommen eine Einladung zur Frankfurter Buchmesse um die Programmleiterin zu treffen.

00:24:04: Dann war es geritzt!

00:24:06: Wir konnten völlig neben der Spur sein.

00:24:09: Es war unglaublich!

00:24:11: Als wir das so erzählen im Freundes- oder Bekanntenkreis, dass Da war schon ein bisschen spürbar, ja macht ihr mal.

00:24:19: Aber wir haben sie alle eines Besseren belehrt und wir schreiben heute noch!

00:24:23: Ja und Sie sind das finde ich auch wirklich ganz interessant was organisiert oder verbunden mit zwei Schriftstellerverbänden oder Vereinigungen?

00:24:31: einmal Delia Das ist ja diese Vereinigung der wie sagt man Liebes-Romanen-Schriftstelle und Schriftstellerin Und die Vereinigung des historischen Romane.

00:24:41: Warum es ist denn wichtig sich da zu verbinden?

00:24:46: Na ja, es ist der Austausch zwischen anderen Autorinnen.

00:24:51: Das ist ganz wichtig, weil natürlich sind da auch Leute, die sehr viel länger im Metier sind, können Hilfestellungen bieten und es macht auch Spaß.

00:25:00: Und Delia heißt zu Unrecht ... Was heißt zu unrecht?

00:25:05: Ja, sie sind liebes Romanautorinnen aber das ist ein ganz zweites Feld.

00:25:10: Ich bin tatsächlich so ein exotisches Pflänzchen Weil bei mir natürlich spielt die Liebe auch eine Rolle, aber eine sehr untergeörterte.

00:25:22: Und in anderen gibt es natürlich auch historischen Romanen da ist das sehr im Vordergrund, da ist eben das Setting und was so sonst in dieser Zeit passiert ist.

00:25:32: Rück dann den Hintergrund, das möchte ich nicht.

00:25:34: Weil ich hab diesen Anspruch, dass sich den Leuten was mitgeben will und was nachhaltig ist, dass man auch was lernt und aus Sachen besser versteht.

00:25:42: Also ich habe ein Buch geschrieben, es ist Das Erbe derer von Turn on Taxis.

00:25:46: da geht's um die kaiserliche Reipost im dreißigjährigen Krieg Und ich erinnere mich gut an den geschichtsunterricht.

00:25:52: Man hat eigentlich im Grunde nur irgendwie Jahreszahlen auswendig gelernt und gar nicht verstanden warum wer wie gegen wen.

00:26:01: Jetzt habe ich das richtig verstanden.

00:26:03: Es hat mir auch eine Leserin geschrieben, wenn jemand damals den Dreißigjährigen Krieg so erklärt hätte wie sie, dann hätte ich den verstanden.

00:26:12: Das hat mich natürlich echt geährt und es machte richtig Spaß, obwohl ich eigentlich tatsächlich in diese furchtbare Zeit gar nicht wollte.

00:26:20: Dann kam der Zufall natürlich mal wieder.

00:26:23: Ich war recherchetechnisch unterwegs Ich bin über diese Alexandrine von Taxis gefallen.

00:26:31: Und da dachte ich, du musst da was machen!

00:26:33: Weil diese Frau so unglaublich stark gewesen sein muss.

00:26:37: als Witwe von zwei kleinen Kindern hat die dieses unternehmende kaiserliche Reitpost über achtzehn Jahre lang durch diesen fürchterlichen Krieg geführt.

00:26:45: Die musste solche L-Bogen gehabt haben und richtig war es im Kopf... Es hat mich zu tief beeindruckt und damit blieb mir nichts anderes übrig als in diese Zeit einzutauchen.

00:26:56: Also die Stoffe rufen Sie, habe ich so den Eindruck gewinnen können bisher.

00:27:00: Wenn sie über Turn- und Taxis schreiben, das werden Adelshausweise irgendwie auch noch gibt, müssen Sie sich da rechtlich absichern?

00:27:08: Kommt da nicht irgendwas, dass Sie sagen Moment mal, moment mal!

00:27:11: Das ist aber unsere Familiengeschichte und dann haben wir sozusagen das Copyright dran?

00:27:15: Nein, das muss man nicht.

00:27:17: Es ist ja eine historische Romane, das ist selbst nicht irgendein Sachbuch und ich erkläre viel und ich nehme diese Figur Und, kennen Sie mir ernst?

00:27:26: Niemand weiß wie diese Leute wirklich waren.

00:27:28: Wie die gehandelt haben.

00:27:29: also das ist ja auch alles reine Spekulationen.

00:27:31: bei Alexandrin ist es tatsächlich so dass ganz wenig über diese Frau bekannt ist.

00:27:36: die taucht auf als frau an der seite von Leonhard im zeiten von taxis damals des turn kam erst später dazu und sie verschwindet in dem moment wo ihr sonn die volljährigkeit bekam und wurde general erbrustmeister Geschichtsbüchern raus, also da gibt es eigentlich gar nicht so viel.

00:27:57: Also

00:27:57: im Gegenteil die können Ihnen noch dankbar sein dass sie da so ein bisschen Familienforschung betreiben und die Historie aufarbeiten?

00:28:04: Ja wäre schön!

00:28:06: Hat sich keiner gemeldet bisher.

00:28:08: Schönen Dumm.

00:28:09: aber ich habe auch noch gedacht die Frau traut sich ja auch was.

00:28:13: Dieses historische Grundwissen Sie sagen zwar sie recherchieren und er arbeiten sich aber wenn ich denke an einen romanen Meister der

00:28:20: Karten

00:28:21: Vor zwei Jahren, glaube ich, erschien.

00:28:23: Da geht es dann auch um andere Wissenschaften.

00:28:25: Kosmologie und Astronomie, Geologie.

00:28:27: Es geht um den Kartografen Martin Waldseemüller.

00:28:31: Und der dann aufbricht als Kartograf unterwegs ist.

00:28:35: Der Roman spielt in twohneinzig ausgerechnet könnte man sagen.

00:28:38: Da verbindet jeder was damit eine Zeit gut erforscht ist.

00:28:42: Er führt eigentlich nur nach Freibuchsen noch nach Frankreich und Portugal.

00:28:46: Also die Zeit der Neuentdeckung, der Welt-Neuordnung wo ja viele Historiker auch schon darüber geschrieben haben.

00:28:55: Da haben Sie dann wenig Respekt, dass jemand mal kommt und anklopft und sagt Moment mal.

00:29:01: also das sind aber Zusammenhänge die haben so nie bestanden?

00:29:06: Kam bisher noch keiner.

00:29:08: wenn jemand kommt dann weiß ich habe natürlich Argumente als A es ist ein historischer Roman Punkt und ich erkläre viel im Nachwort.

00:29:17: wie schon gesagt Auch über Wahlsehmüller.

00:29:19: tatsächlich ist ganz wenig bekannt.

00:29:21: Er ist komplett in Vergessenheit geraten, außer in seinem kleinen Geburtsort in der Nähe von Freiburg.

00:29:28: Da gibt es aber eine Statue und in Freiburg

00:29:32: einen

00:29:34: Mann, der über Wahlsemüller promoviert und habilitiert hat.

00:29:39: Den habe ich angeschrieben mit dem kommuniziert und hab auch dessen Buch gekauft.

00:29:44: Das kann keiner sagen, das ist Washi und gelogen.

00:29:49: Keine Ahnung was?

00:29:50: Das ist definitiv nicht so!

00:29:53: Da tauchen Sie dann wirklich ein.

00:29:55: So eine produktive Autorin muss sich auch mal entspannen.

00:30:00: Und sie finden Entspannung vor allem in der Natur bei Spaziergängen, wo Sie den Kopf richtig leeren.

00:30:08: Ja ich gehe schon spazieren aber ... Wir gehen am liebsten auf den Golfplatz und da können wir richtig abschalten.

00:30:15: Und ich merke ja schon, die Ideen gehen in India nicht aus.

00:30:18: also es mangelt weniger an Ideen als an der Zeit wie Sie sagen weil vielleicht noch mal ein Abschließungswort darüber verlieren.

00:30:26: Wie ist denn das?

00:30:26: Wie verkauft sich denn der historische Roman?

00:30:29: was für eine Leserschaft haben sie?

00:30:31: Sie machen ja auch viele Lesungen.

00:30:33: Ist das sehr spezielle über schaubere Leserschaft oder merken sie auch anhand ihrer Verkaufszahlen.

00:30:39: Ich glaube, das ist jetzt ihr sechstes Buch, das draußen ist des Siebte kommt haben sie gesagt im Frühjahr dass es auch stetig wächst, dass die sich so Namen gemacht haben inzwischen in der Branche, dass sie merken so, das läuft auch wirklich sehr gut.

00:30:53: Sie ist die Bilder als mein Achtesbuch, das neunte kommendes Jahr, der zehnte schreibe ich gerade.

00:30:58: Es gibt natürlich schon so eine eingeschworene Leserschaft, die sehr gerne historische Romane lesen.

00:31:03: Ich glaube auch dass der historische Roman manchmal zu Unrecht totgesagt wird weil also die Leser werden ja auch älter und bewegen sich weg von dem was sie sag mal zu jungen Jahren gelesen haben.

00:31:20: Es ist so viel Geschichte.

00:31:22: Und ich glaube auch, dass ganz viele irgendwo ... Weil man da so weggetauchen kann und diese Orte besuchen kann, Schlösser, Burgen, Gärten und so auf diesen Faden wandeln, das können sie nicht in einem Fantasy-Roman oder in einem Dark Romance oder weiß der herrgut.

00:31:42: Also ich glaube jetzt, dass die Leserschaft relativ groß ist Aber ich kann es jetzt keine Zahlen nennen im Vergleich zu den Young Eddard, was ja gerade ganz hochgeheilt wird.

00:31:52: Da scheiden sich auch die Geister, ob das tatsächlich der Weg ist, dass man junge Leute am Lesen hell ... Die Leserschaft nimmt ab, weil natürlich die Bildung schlecht ist und die Lesekompetenz abnimmt.

00:32:04: Wir werden sehen, was passiert?

00:32:05: Der Buchmarkt ist im Umbruch!

00:32:07: Das erscheint wirklich jedenfalls ihr neunter Roman im Frühjahr daran nicht zu rütteln.

00:32:15: Bigerist alias Johanna von Wild.

00:32:17: ganz herzlichen Dank, dass wir heute bei Ihnen sein durften.

00:32:21: Liebe Frau Bremer ich danke Ihnen!